Gedanken zum Gottesdienst am Buß-und Bettag 2018

29. November 2018

Es ist zu einer guten Tradition in Bischofswerda geworden, dass evangelische und katholische Christen zum Buß- und Bettag gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst feiern.

Pfarrer Joachim Rasch sprach in seiner Begrüßung davon, dass viele mit dem Sinn dieses Feiertages nichts anfangen können. Dabei gehört die Buße zu den Sakramenten des christlichen Glaubens. In Sachsen, im einzigen Bundesland, wo der Buß- und Bettag staatlicher Feiertag ist, wird er eher zum Ausruhen oder zum Einkauf in benachbarten Bundesländern und im Grenzgebiet genutzt.

In seiner Predigt bezog sich Pfarrer Dariusz Frydrych auf eine Fabel: Eine Spinne lobte ihre Arbeit, ihr ging es sehr gut. So gut, dass sie eines Tages vergas woran ihr Netz hing; am Hauptfaden von oben, von wo aus das gesamte Bauwerk aufgebaut war. Sie biss den „nutzlosen“ Faden durch und alles brach zusammen. So wird es auch uns ergehen, wenn wir Gott vergessen, wenn wir das Beten verlernen am Morgen, zu Mittag und am Ende jeden Tages.

Vorbereitet wurde der Gottesdienst vom Arbeitskreis Ökumene, gemeinsam mit den Pfarrern der evangelischen und der katholischen Kirche. Hierfür wurde das von der Christlichen Kirche Deutschlands ( CKD ) bereitgestellte Material, verwendet und eigene Gedanken eingebracht.

Traditionell fand im Anschluss an den Gottesdienst in der Männerwerkstatt des Alten-und Pflegeheimes „Zur Heimat“ ein Forum zum Thema: Wie gehen wir miteinander um? statt. Ist Respekt vor dem Anderen, dem Älteren, dem Vorgesetzten…, in unserer Gesellschaft ein Fremdwort geworden? Die Teilnehmer, unter ihnen Landtagsabgeordnete Patricia Wissel und Oberbürgermeister Prof. Dr. Holm Große, tauschten ihre Gedanken aus. Wir sprachen darüber, wie wir in kleinen Schritten wieder zu den Werten unserer zivilen Gesellschaft, unserer Demokratie finden.

Danke an alle, die teilgenommen haben, danke für diesen Gottesdienst und das Forum.

Norbert Schwarz